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Fachtag "§218 StGB gestern - heute - morgen"

...unter diesem Motto fand am 5. November 2021 im Dortmunder U ein Fachtag anlässlich des 150-jährigen Bestehens des §218 im StGB statt. Die Veranstaltung entstand in Kooperation der LAG kommunaler Gleichstellungsstellen/Frauenbüros NRW mit verdi NRW, dem FrauenRat NRW und UN Women, und mit der Unterstützung der Stadt Dortmund sowie der Stadt Witten.

In ihrem Vortrag über die Geschichte der Kriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen bezeichnete die Referentin Derya Binışık (Gunda-Werner-Institut der Heinrich-Böll-Stiftung) den §218 als "ein gewaltvolles Instrument des Machterhalts", das eine echte Gleichberechtigung verhindert. Anschließend betonte Mine Kutlu-Petersen (Leitung pro familia Düsseldorf) in ihrem Vortrag über "das Recht der Frau auf selbstbestimmte Entscheidung heute", dass der §218 die "Gesundheit von ungewollt Schwangeren in Deutschland" gefährdet, "einer angemessenen Gesundheitsversorgung im Wege" steht und "die Gleichberechtigung der Geschlechter und die Selbstbestimmung gebärfähiger Menschen" verhindert.

Beim anschließenden Podiumsgespräch berichteten zudem Adriana Beran (Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung) und Dr. Eva Waldschütz (Frauenärztin und Frauenrechtlerin) von praktischen Erfahrungen mit dem §218.

Die Veranstaltung wurde live über Youtube übertragen und ist weiterhin unter diesem Link zu sehen.

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