Aktuelles

§ 219 a StGB: sog. Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche gestrichen

Am Freitag, 24. Juni 2022 stimmte der Bundestag für die Streichung des § 219a StGB. Der Paragraf ("Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft“) beschränkte das Informationsangebot für ungewollt Schwangere massiv. Durch die Streichung des Paragrafen können Ärtzinnen und Ärzte künftig über Möglichkeiten zum Abbruch einer Schwangerschaft ausführlich informieren, ohne mit einer strafrechtlichen Verfolgung rechnen zu müssen. Urteile, die aufgrund dieser Norm erlassen worden sind, sollen aufgehoben werden. Weitere Infos: https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2022/kw19-de-schwangerschaftsabbruch-219a-891910

Wahlprüfsteine zur Landtagswahl 2022

Fünf Parteien geben Auskunft über ihre Pläne für die Nordrhein-Westfälische Frauen- und Gleichstellungspolitik

Mit Blick auf die Landtagswahl am 15. Mai 2022 hat die Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Gleichstellungsstellen (LAG NRW) die Landespartien CDU, Die Linke, FDP, Grüne und SPD zu frauen- und gleichstellungspolitischen Themen befragt. Die eingereichten Antworten sind hier nachzulesen.

Die Wahlprüfsteine umfassen dabei insgesamt acht Fragen zu unterschiedlichen Themenfeldern. Gerne hätte die LAG NRW eine größere Anzahl an Fragen gestellt, die demokratischen Parteien haben sich jedoch im Januar 2022 darauf verständigt, dass pro Landesverband lediglich acht Fragen zugelassen sind.

Diese Begrenzung wird von Seiten der LAG NRW kritisch gesehen, da die wenigen zugelassenen Fragen aus ihrer Sicht nicht ausreichend, um die Bürger*innen angemessen über die Einstellungen sowie geplanten Vorhaben der NRW-Parteien zum großen Spektrum wichtiger frauenpolitischer Themen zu informieren. Das Kritikschreiben an die Parteien ist hier nachzulesen.

Aus den ursprünglich 24 formulierten Wahlprüfsteinen, die bereits Anfang Dezember an die Parteien versendet wurden, wurden entsprechend der Vorgabe acht ausgewählt, die gleichstellungspolitisch für das Land von großer Relevanz sind. Sie umfassen die Themen Frau und Wirtschaft, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Finanzen, Wohnen, Gewalt gegen Frauen, Gesundheit und Repräsentation von Frauen.

Hinweis: Gemeinsam mit weiteren frauenpolitischen Initiativen in NRW wird im Frühjahr 2023 - rund ein Jahr nach der Wahl - eine Podiumsdiskussion mit Vertreter*innen der Parteien mit dem Titel: „Ein Jahr in der neuen Legislaturperiode – wie geht es gleichstellungspolitisch weiter?“ geplant. Hier soll u.a. auf die Antworten zu den Wahlprüfsteinen  eingegangen werden. Mehr Informationen dazu werden frühzeitig auf unserer Internetseite bekannt gegeben.

Wir und die Anderen: Feministische Transphobie?

Einer Gruppe von Studierenden der HU Berlin veröffentlicht mit dem Artikel Feministische Transphobie? - Sechs Antworten auf Radical Feminism & TERFs das Ergebnis ihrer ethnographischen Online-Forschung zu antifeministischen Konzepten. Dort gehen sie auf den Begriff TERF (transexclusive radical feminist) ein, der spätestens seit JK Rowlings Online-Kriegszug gegen trans Menschen besonders in digitalen Medien regelmäßig zu lesen ist. Im Artikel findet sich außerdem ein kurzes Interview, das zeigt, wie transfeindlichen Positionen begegnet werden kann.

Weitere Forschungsergebnisse der Studierendengruppe zum Thema "Rechtspopulistische Othering-Konstruktionen und Herstellung von Wahrheiten in digitalen Räumen" finden sich auf der Website "Wir und die anderen".

Ein kleines Glossar der komplizierten Begriffe

Das "Kleine Glossar der komplizierten Begriffe" von Damigra erklärt Konzepte, die in Debatten rund um Themen wie Rassismus, Intersektionalität und Feminismus relevant sind, in einfacher Sprache.

Das Glossar bietet auch Platz für eigene Notizen und Fragen. Hier kann man es runterladen.

„Catcalling“ ist kein Kompliment! - Bundesweiter Aktionstag am 10. Juni 2022

"Catcalling" stammt aus der englischen Umgangssprache und bezeichnet verschiedene Arten derverbalen sexuellen Belästigung (Rufen, Pfeifen, etc.) im öffentlichen Raum. Catcalling richtet sich hauptsächlich gegen jüngere Frauen und wirkt sich negativ auf Betroffene aus und führt dazu, dass sie sich im öffentlichen Raum nicht sicher fühlen. Momentan stellt Catcalling keinen Strafbestand dar, unterschiedliche Verbände wie etwa der Deutsche Juristinnenbund setzen sich dafür ein, dass sich das ändert.

Im Rahmen einer bundesweiten Aktion (Juni 2022 bis Mai 2023) sind Betroffene dazu aufgerufen, ihre erlebten Belästigungen über eine zentrale Mailadresse in ihrer jeweiligen Kommune zu melden. Insgesamt sind mehr als 40 Kommunen und Kreise in der Bundesrepublik an der Aktion beteiligt. Am zweiten Aktionstag, 9. Juni 2023 werden regional organisierte Aktionsgruppen diese Übergriffe mit Kreide dann an dem Ort sichtbar machen, an dem sie stattgefunden haben. Damit sollen auch kommunale Entscheidungsträger*innen (z.B. im Bauamt, im Ordnungsamt oder bei der Polizei) darauf aufmerksam gemacht werden, an welchen Stellen in ihrer Stadt/Kommune Orte für Frauen gefährliche Orte sind.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der BAG und in ihrer Pressemitteilung.

FHK-Fachinformation: Frauenhäuser mit offenen Konzepten

Die geheime Adresse gehört seit Jahrzehnten zu den zentralen und scheinbar selbstverständlichen Schutzmaßnahmen hunderter Frauenhäuser bundesweit. Doch eine zunehmende Zahl an Einrichtungen setzt sich damit auseinander, wie nachhaltig eine geheime Adresse an ihrem Standort und in Zeiten digitaler Ortung realisierbar ist - und sucht nach Alternativen. Wie Sicherheit durch sogenannte offene Konzepte mit bekannter Adresse gewährleistet werden kann, wo Potenziale und wo Grenzen solcher Ansätze liegen und wie die Praxis Umstellungsprozesse erlebt, beleuchtet diese FHK-Fachinformation.

Podiumsdiskussion mit Spitzenpolitiker*innen der NRW Landtagswahl

Am 18. März fand im Kunstmesum Bonn eine Podiumsdiskussion mit Spitzenpolitiker*innen der NRW Landtagswahl, organisiert durch das Fachforum Nachhaltigkeit NRW, statt. Die LAG hatte als Kooperationspartnerin die Möglichkeit, zwei Fragen einzureichen.

Die Antworten der Politiker*innen zu den Themenbereichen "Auswirkungen von Naturkatastrophen - Einbindung der Genderperspektive in Strategieplanung" und  "Energie, Klimaschutz und Verkehrswende - welche Auswirkungen haben steigende Energiepreise auf Frauen" finden Sie hier (weiterleitung zu Youtube) ab ca.1:30 Stunden, Kapitel 14. Einen ausführlichen Bericht der Veranstaltung finden Sie hier.

Foto: RENN.west / Martin Magunia

Antifeminismus begegnen – Demokratie stärken

Antifeminismus ist eine zentrale Denkweise und Ideologie im Rechtspopulismus, der Neuen Rechten, im Rechtsextremismus und anderen demokratiefeindlichen Phänomenen. Er verbreitete sich daher in den letzten Jahren ebenso, wie autoritäre, vielfaltsfeindliche und extrem rechte Bewegungen und menschenfeindliche Ideologien. Deshalb hat das Gundula Werner-Institut der Heinrich Böll Stiftung ein neues Projekt ins Leben gerufen. Das neue Begleitprojekt „Antifeminismus begegnen - Demokratie stärken“ sensibilisiert staatliche und zivilgesellschaftliche Akteur*innen, Multiplikator*innen sowie (jungen) Erwachsenen für die demokratiegefährdenden Auswirkungen von antifeministischen Denkweisen, Ideologien und Verhaltensweisen. Das Projekt befindet sich noch im Aufbau, mehr Informationen sowie die Möglichkeit, sich für einen Newsletter einzutragen, finden Sie hier.

„need-help.nrw“ – Förderaufruf

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Nordrhein-Westfalen hat aufgrund der Lage in der Ukraine und den vielen geflüchteten Frauen die Öffentlichkeitskampagne "need-help" gestartet. Auf den Informationsscreens vieler großer Bahnhöfe in NRW sind wird über "need-help" informiert und beim Abscannen des QR-Codes auf das Opferschutzportal des Landes NRW (in ukrainischer und bald auch russischer Sprache) umgeleitet. Zusätzlich startet das MHKBG einen Förderaufruf um konfliktbezogener, sexualisierter und geschlechtspezifischer Gewalt im Fluchtkontext vorzubeugen und Opfer dieser Gewalt zu untersützen. Anträge können ab sofort gestellt werden.

Hier finden Sie weitere Informationen sowie den Fördermittelantrag.

App WhoCares“ zeichnet Sorgearbeit auf

Die App „WhoCares“ ermöglicht es, Sorge- und Pflegearbeit zeitlich zu erfassen und in Gehalt umzurechnen. Übersichtliche Statistiken geben einen Überblick, für welche Aufgaben wieviel Zeit aufgewendet wird. Ergebnisse können mit anderen Personen im Haushalt verglichen werden. Die App bietet zudem viele Informationen zum Thema Care-Arbeit, u.a. zu Möglichkeiten, wie sich diese Arbeit in Zukunft besser organisieren lässt. Mehr Informationen gibt es hier.

Care-Arbeit ist MEHR W€RT - Equal Pay Day-Fachtagung

Am 11. März 2022 fand die Veranstaltung "Care-Arbeit ist MEHR W€RT" im Düsseldorfer Haus der Universität statt. Aufgrund der Corona-Situation war eine Teilnahme für Gäste vor Ort nicht möglich, die Veranstaltung wurde daher live auf dem Youtubekanal der LAG übertragen und kann unter diesem Link dort angesehen werden.

Die Veranstaltung entstand in Kooperation der LAG kommunaler Gleichstellungsstellen/Frauenbüros NRW mit Verdi NRW, dem FrauenRat NRW, dem kfd Diözesanverband Köln, BPW Düsseldorf und der Initiative Equal Care Day und mit der Unterstützung der Städte Düsseldorf, Dortmund, Goch, Gelsenkirchen, Mönchengladbach und Oberhausen.

Im Rahmen einer Aktion, bei der alle Kooperationspartnerinnen 60 Sekunden Zeit für ein Statement hatten, gingen sie auf kreative Weisen auf die Ungleichheiten im Erwerbsleben von Frauen und Männen ein. In einem Vortrag mit dem Titel "Care-Arbeit ist MEHR W€RT" referierte die Professorin i.R. Uta Meier-Gräwe über die Ursachen und Folgen des Gender Pay Gaps und ging dabei besonders auf Care-Arbeit ein. Am Ende bleibt die Frage: "Wie kann die generative Care Arbeit als elementare Voraussetzung für ein wirtschaftlich und gesellschaftlich intaktes Gemeinwesen strukturell gewährleistet und geschlechtergerecht organisiert werden?" Zwischenzeitlich wurden kurze Filme gezeigt, in denen in Care-Berufen beschäftigte Menschen von ihren Erfahrungen berichteten und Forderungen an die Politik stellten. Bei der anschließenden Podiumsdiskussion ging es um Handlungsmöglichkeiten seitens der Parteien.

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Der Beitrag der LAG zur 60 Sekunden-Aktion. Unter dem Titel "Wir sind ohne Worte" zeigten Gleichstellungsbeauftragte und Mitarbeiterinnen von Gleichstellungsstellen in NRW Zahlen zur Ungleichheit von Männern und Frauen im Berufsleben.
Copyright: Udo Milbret

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v.l.n.r.: Moderatorin Ute Lange, Josefine Paul (MdL, Grüne), Prof i.R. Uta Meier-Gräwe, Angela Freimuth (MdL, FDP) und Anja Butschkau (MdL, SPD) während der Podiumsdiskussion
Copyright: Udo Milbret

Gleichstellung hinter den Kulissen - Ein Interview-Podcast mit Gleichstellungsbeauftragten

Hey! Mein Name ist Luisa Mess und ich mache aktuell ein Praktikum bei der Landes-arbeitsgemeinschaft kommunaler Gleichstellungsbüros in NRW. In Nordrhein-Westfalen haben wir rund 375 Gleichstellungsbeauftragte und die schließen sich seit 1988 in einer Landesarbeitsgemeinschaft zusammen, um sich zu vernetzen. Das Ziel ist klar: Für mehr Geschlechtergerechtigkeit sorgen. Dass wir dort noch lange nicht angekommen sind, zeigen die Zahlen. Laut dem letzten Landesgleichstellungsbericht, dem so genannten Atlas für Gleichstellung, waren im Jahr 2020 85,8 Prozent der kommunalen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in NRW männlich, nur 14,2 Prozent weiblich. Wie alt eingerostet ist die Kommunalpolitik in NRW? Und wie schlagen sich die Gleichstellungsbeauftragten da durch? Für diesen Podcast möchte ich Interviews führen mit Gleichstellungsbeauftragten und mich fragen: Wer sind diese Frauen? Wie sieht ihr Arbeitsalltag aus? Mit welchen Akteur*innen arbeiten sie zusammen? Und vor allem, fühlen sie sich ernst genommen? Es geht mir bei dem ganzen um Empowerment, also darum, die Gleichstellungsbeauftragten zu ermutigen und zu stärken, denn als junge Feministin weiß ich, dass es ist nicht immer leichtist , gegen die Ungerechtigkeiten anzudiskutieren. Mit diesem Podcast möchte ich einen Einblick geben in das Thema Gleichstellung und den Austausch zwischen den Gleichstellungsbeauftragten fördern. Ich freue mich auf spannende Gespräche und kann damit hoffentlich einen Beitrag leisten in Richtung Gleichberechtigung. 

Episode I mit Daniela Franken, Gleichstellungsbeauftragte aus Lippstadt

Episode II mit Kada Malaj, Gleichstellungsbeauftragte aus Telgte, Kreis Warendorf

Episode III mit Friederike Küsters aus Goch & Nicola Roth aus Weeze

Episode IV mit Patricia da Cruz Santos aus Iserlohn

Musikquelle: Podcast theme music by Transistor.fm . Learn how to start a podcast here. 

Kommentare, Anmerkungen, Fragen oder Feedback an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Zeitpunkt der Veröffentlichung: März 2022

Wir suchen Mentorinnen!

Im April startet das Mentoringprogramm der LAG „Von Frau zu Frau“. Wir suchen erfahrene Gleichstellungsbeauftragte, die sich vorstellen können, eine neue Kollegin auf ihrem Weg zu begleiten. Bei Interesse und für mehr Informationen melde dich bei Julia Eckert in der Geschäftsstelle unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 0211 59814-383.

Neues Informationsportal zu Gleichstellung am Arbeitsmarkt

In dem neuen Informationsportal "perspektiven-schaffen.de" vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) werden themenrelevante Informationen zu Gleichstellung am Arbeitsmarkt aufgearbeitet.

Das Protal ist ein Teil des Aktionsprogramms "Gleichstellung am Arbeitsmarkt. Perspektiven schaffen." (GAPS). Auf der Seite werden hilfreiche Informationen zum beruflichen Wiedereinstieg, allgemeine Informationen zu verschiedenen Arbeitsmodellen und beruflichen Perspektiven sowie alltagspraktische Hinweise zur partnerschaftlichen Aufteilung und Vereinbarkeit von Sorge- und Care-Arbeit. Darüber hinaus werden gezielte Beratungsmöglichkeiten nach geografischer Lage aufgezeigt und mittels eines Wiedereinstiegsrechners eine voraussichtliche finanzielle Berechnung der Arbeitslöhne ermöglicht.

Das Portal kann unter dem Link www.perspektiven-schaffen.de aufgerfufen werden. 

 

Care-Arbeit ist MEHR W€RT - EqualPay Day-Fachtagung NRW in der Landeshauptstadt Düsseldorf

Der Begriff Care-Arbeit – im Deutschen auch Sorgearbeit genannt – beschreibt zum einen Tätigkeiten in Erziehungs-, Kranken- und Altenpflegeberufen und zum anderen unbezahlte private Sorgearbeit wie Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen und Haushaltsführung.

Vom Gender Care Gap sprechen wir, weil Care-Arbeit in Deutschland zu einem Großteil von Frauen geleistet wird. Sie sind sowohl in Pflegeberufen überproportional vertreten als auch oftmals hauptverantwortlich für private Sorgearbeit. Diese Ungleichverteilung nimmt direkt Einfluss auf den Gender Pay Gap, der in Deutschland aktuell bei 18 % liegt.

Die Corona-Krise zeigt: Care-Arbeit ist systemrelevant! Es ist an der Zeit, dass wir sie entsprechend bew€rten! Menschen, die Care-Arbeit leisten, sind MEHR W€RT als ein abendlicher Applaus.

Es bedarf einer gesamtgesellschaftlichen Strategie und politischer Entscheidungen, um beruflicher wie privater Care-Arbeit mehr W€rtschätzung entgegenzubringen! Dies ist ein zentraler Ankerpunkt zur Reduzierung des Gender Pay Gaps!

Gemeinsam mit Spitzenpolitiker*innen der NRW-Fraktionen sowie mit Prof. i.R. Dr. Uta Meier-Gräwe wird im Rahmen einer Podiumsdiskussion über notwendige gleichstellungspolitische Handlungsbedarfe gesprochen, um zu mehr Lohngerechtigkeit in Nordrhein-Westfalen zu kommen.

Aufgrund der Corona-Situation ist eine Teilnahme für Gäste in Präsenz nicht möglich.

Die Veranstaltung kann über den Youtube-Kanal der LAG angesehen werden. Hierfür ist keine Anmeldung erforderlich.

Den Flyer für die Veranstaltung findet ihr hier.

 

 

Rechtliche Expertise zu geschlechtergerechter Amtssprache

Die Rechtswissenschaftlerin Prof. Dr. Ulrike Lembke hat eine rechtliche Expertise zur geschlechtergerechten Amtssprache in Verwaltungen veröffentlicht. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwiefern sich die Verwendung geschlechtergerechter Sprache auf die Rechtswirksamkeit und die Verbindlichkeit von Handlungen in Verwaltungen auswirkt. 

Die Ergebnisse der Expertise zeigen eine verfassungsrechtliche Verpflichtung des Staates zur geschlechtergerechten Sprache. Darüber hinaus sind keine negativen Auswirkungen, sondern positive Beiträge zur Verständlichkeit und Barrierefrieheit feststellbar:

"Geschlechtergerechte Sprache bedeutet nicht die wahllose Einfügung von Gendersternen in das Vorhandene, sondern einen grundlegenden Wandel staatlichen Sprachhandelns hin zu Verständlichkeit, Zugänglichkeit, Barrierefreiheit und Inklusion."

Die Expertise liegt als Zusammenfassung vor. Die gesamte Veröffentlichung kann hier nachgelesen werden.

 

Pageflow-Seite zu Antifeminismus

Die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus hat im Rahmen des Projektes "Antifeminismus und Geschlechterverhältnisse in der (extremen) Rechten" eine Pageflow-Seite veröffentlicht, die das Thema anhand einer multimedialen Geschichtserzählung darstellt: "What the hell is Antifeminismus - Wie aus einem ruhigen Abend mehr wird"

Die Seite transportiert inhaltliches Wissen zu Antifeminismus und trägt somit zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit bei und ermöglicht eine geschärfte Wahrnehmung der Problematik. Die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus agiert in den fünf Regierungsbezirken in Nordrhein-Westfalen und führt neben der direkten Beratungsarbeit, Dokumentationen und inhaltliche Ausarbeitungen durch. 

Die Kontaktdaten der Beratungsteams sowie weitere Informationen zu den Projekten sind hier zu finden. 

 

 

Video zur Umsetzung der Istanbul Konvention

Der Landesverband Frauenberatung Schleswig-Holstein e.V. hat ein Video zur Umsetzung der Istanbul-Konvention veröffentlicht. Darin werden konkrete Maßnahmen aus der Konvention herausgearbeitet. Das Video soll dazu dienen, die umfangreiche Konvention für die Kommunen handhabbarer zu machen und mittels konkreter Handlungsmöglichkeiten die Umsetzung darzustellen.

Das Video bietet neben allgemeinen Informationen zu der Konvention, thematische Schwerpunkte entlag der Kernpunkte: Hilfe und Schutz, Bewusstseinsbildung, Allgemeine Hilfsdienste, Kommune als Arbeitgeberin, Gewaltschutz als Förderbedingung. Weitere Informationen finden sich darüber hinaus auf der Webseite der Kampagne des Landesverbandes

Das Video kann hier angesehen werden. 

 

Neue Themenblätter Dritter Gleichstellungsbericht

Die Geschäftsstelle Dritter Gleichstellungsbericht hat neue Themenblätter veröffentlicht, die sich mit verschiedenen Schwerpunktthemen aus dem Gutachten der Sachverständigenkommission beschäftigen. Die Themenblätter sollen die ausgewählten Schwerpunkte in Zusammenhang mit Gleichstellung und Digitalisierung bringen sowie allgemeine Informationen vermitteln.

Die aktuellsten Themenblätter beschäftigen sich mit der Plattformökonomie (Nr. 11), Digitaler Gewalt (Nr. 12) und Daten und Grundrechten (Nr. 13). Sie geben einen kurze Einführung in die Thematik, zeigen aktuelle Problematiken auf und geben weiterführende Literaturhinweise. 

Alle Themenblätter stehen hier zum Nachlesen zur Verfügung. 

 

Zeitverwendungserhebung 2022

Die vom Statistischen Bundesamt durchgeführte Zeitverwendungserhebung ist seit dem 01.07.2021 gesetzlich verankert (ZVEG). Ziel der repräsentativen Befragung von bis zu 15.000 Haushalten ist die Erfassung, wieviel Zeit für welche Aktivitäten im Tagesablauf aufgebracht wird. Daraus sollen wissenschaftliche Erkenntnisse zu Alltagsaktivitäten, Arbeitsbelastung und der Aufteilung unbezahlter Arbeit ermöglicht werden. Diese wiederum sollen die Grundlage für gesellschaftspolitische Maßnahmen bilden und Informationen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie der Gleichstellung im Erwerbsleben liefern. 

Für den Erhebungszeitraum 2022 können sich interessierte Personen aktuell noch hier anmelden. 

Weitere Informationen zu der Zeitverwendungserhebung sowie zum Ablauf des aktuellen Erhebungsverfahrens finden sich hier

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